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Non-Profit-Organisationen in der Krise: Wie umgehen mit den Missbrauchsfällen bei Oxfam, Ärzte ohne Grenzen und Unicef?

Freitag, 13. April 2018

Christoph Michel, Geschäftsführender Gesellschafter des Stiftungsführers und Jorg Foitzik, Politologe und Inhaber der Hamburger Agentur Uniconcepts analysieren im aktuellen Stiftungsführer München, der am 15. April erscheint, die Skandale bei Oxfam, Ärzte ohne Grenzen und Unicef und geben Strategieempfehlungen für den Non-Profit-Sektor. 

Die Kernaussagen im Überblick

• Die betroffenen Organisationen müssen jetzt vor allem schnell reagieren, die richtigen Entscheidungen treffen und mit ihren Stakeholdern die Kommunikation intensivieren.

• Anders als bei profitorientierten Unternehmen ist bei Non Profits die moralische Fallhöhe viel größer und schlägt augenblicklich auf die Spendeneinnahmen durch. Auch das Image von Siemens und VW hat wegen der Schmiergeldzahlungen oder des Dieselskandals erheblichen Schaden genommen. Umsatz und Gewinn haben aber nicht gelitten.

• Wie gehen Organisationen mit den Opfern um? Es darf nicht 30 Jahre dauern, wie bei den Missbrauchsfällen in der Odenwaldschule oder in Einrichtungen der Kirchen, bis sie gehört und entschädigt werden. Gerade weil die Opfer bislang keine Stimme haben und in entlegenen Ländern wie z. B. Haiti und dem Tschad leben.

• Non-Profit-Organisationen, die anfällig für vergleichbare Fälle sein könnten, sollten eine Compliance-Kultur etablieren bzw. die bereits etablierte überprüfen und wenn nötig anpassen. Mit Blick auf die gesamte Branche, die durch einen Skandal dieser Tragweite in Gefahr ist, in Kollektivhaftung genommen zu werden, sollte der Fokus noch erweitert werden. Im Zuge der #metoo-Debatte hat die Filmindustrie die Einrichtung einer unabhängigen, branchenübergreifenden Anlaufstelle für Missbrauchsopfer ins Gespräch gebracht. Vergleichbares sollte nun der Non Profit-Sektor ins Werk setzen.

Vollständiges Interview 

Pressekontakt

Christoph Michel
- Gründer und geschäftsführender Gesellschafter -

Mitglied im Deutschen Fachjournalisten-Verband

Telefon: 0611 880084-80
michel@stiftungsfuehrer.de

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