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Baden-Württemberg Stiftung: 35 Mio. Euro für Programme in Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur

Freitag, 23. November 2018
v.l.n.r. Christoph Dahl (Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung), Andreas Schwarz (Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN), Reiner Moser (Geschäftsführer im Vermögensbereich der Baden-Württemberg Stiftung). Bild: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH

Grünen-Fraktionsvorsitzender Andreas Schwarz: „Baden-Württemberg muss bei der Schlüsseltechnologie ‚Künstliche Intelligenz‘ weltweit vorne mitspielen.“

Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat neue Programme für das Jahr 2019 beschlossen. Unter anderem wurde über die Stärkung des Baden-Württemberg-STIPENDIUMs und den Ausbau von Fortbildungen für Schulbegleiter entschieden. Die Digitalisierung bildet einen weiteren wichtigen Schwerpunkt mit einem neuen Forschungsprogramm zur Künstlichen Intelligenz, aber auch mit Digitalisierungsmaßnahmen innerhalb der Stiftung.

Stuttgart, 21. November 2018. Der Aufsichtsrat der Baden-Württemberg Stiftung hat heute unter dem Vorsitz von Andreas Schwarz MdL, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN, Programme für das Wirtschaftsjahr 2019 beschlossen. Zunächst fließen in einer ersten Tranche rund 35 Mio. Euro sowohl in neue Projekte als auch in bestehende Programme aus den drei Bereichen Forschung, Bildung sowie Gesellschaft und Kultur. Insgesamt stehen für das Jahr 2019 41,7 Mio. Euro zur Verfügung, inklusive des Budgets der Stiftung Kinderland. Über weitere Projektmittel wird im Frühjahr 2019 entschieden.

Andreas Schwarz  betont: „Die Baden-Württemberg Stiftung treibt Spitzenforschung und innovative Ideen, die in die Zukunft weisen, voran. Ich freue mich besonders, dass wir das Baden-Württemberg-Stipendium nochmals deutlich, auf acht Millionen Euro erhöht haben. Mehr als 20.000 junge Menschen aus aller Welt konnten in den vergangenen 15 Jahren davon profitieren.“ Ein Schwerpunkt ist für Schwarz auch das neue Programm zur Künstlichen Intelligenz: „Baden-Württemberg muss bei dieser Schlüsseltechnologie weltweit vorne mitspielen. Die Stiftung wird ein auf Baden-Württemberg ausgerichtetes Programm entwerfen, das sich mit Alleinstellungsmerkmalen von anderen Forschungsinitiativen absetzt.“

Die Stiftung wird zudem ihr Engagement im Bereich Integration, Suchtprävention sowie Gesundheitsförderung von Kindern fortführen. „Wir führen bewährte Programme fort und starten neue Initiativen, um auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren und innovative Antworten zu finden“, erklärt Geschäftsführer Christoph Dahl. „Dazu gehört auch das Thema Digitalisierung, das in immer mehr Programme Einzug hält und auch unsere Stiftungsarbeit verändern wird. Deshalb wollen wir die Digitalisierungsstrategie entwickeln und in den Bereichen Projektmanagement und digitalem Antragswesen im kommenden Jahr gezielt angehen“.

Stabilität in unruhigen Zeiten

Die Baden-Württemberg Stiftung verwaltet ein Vermögen von 2,3 Mrd. Euro und zählt damit zu den größten Stiftungen in Deutschland. Davon sind 1,5 Mrd. Euro an den internationalen Finanzmärkten angelegt. V.a. durch die gezielte Erhöhung des Immobilienanteils in den vergangenen Jahren konnte die Abhängigkeit von der Entwicklung der Finanzmärkte systematisch verringert werden. „Dank unserer erfolgreichen Investitions- und Anlagestrategie können wir für 2019 erneut ein Projektvolumen von rund 40 Mio. Euro zur Verfügung stellen. Die Finanzierung dieser Projekte ist trotz der großen Verunsicherung an den Finanzmärkten und der Zunahme geopolitischer Risiken sichergestellt", sagt der für den Vermögensbereich zuständige Geschäftsführer Reiner Moser.

Forschung

Künstliche Intelligenz (KI)  ist eine Schlüsseltechnologie der digitalen Transformation und für den Industriestandort Baden-Württemberg von großer Bedeutung. Die Forschung zur KI befasst sich mit Systemen, die „intelligent“ agieren, d.h. Probleme eigenständig erfassen und lösen können. Mithilfe von KI lassen sich große Datenmengen auswerten und so Maschinen und Systeme intelligent steuern. Das eröffnet Unternehmen eine enorme Chance, effizienter zu produzieren und Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Die genaue thematische Ausrichtung wird in den kommenden Monaten erarbeitet. Denkbar ist, sich gezielt auf eine verantwortungsvolle und ethische Entwicklung und Nutzung von KI zu konzentrieren. Das neue Programm zur Künstlichen Intelligenz wird mit 5 Mio. Euro dotiert.

Bildung

Der internationale Austausch junger Menschen durch das Baden-Württemberg-STIPENDIUM wird weiter gestärkt. Das Programm wird für das nächste Studienjahr mit 8 Mio. Euro ausgestattet. Die Erhöhung soll insbesondere die qualitative Ausgestaltung stärken, etwa durch höhere Stipendiensätze oder neue Programmelemente wie einem „staff exchange“ (Personalaustausch), der für den Ausbau der Kooperationsbeziehungen mit den neu hinzugekommenen AKP- (Afrika, Karibik, Pazifik) und LDC- (Least-Developed-Countries) Ländern sinnvoll ist. Den Studierenden aus AKP-Staaten und LDCs kommen 1 Mio. Euro zugute. Sie gehören zu den rund 1.500 Stipendiaten pro Jahr, die nach Baden-Württemberg kommen oder von hier aus ins Ausland gehen. Das Stipendienprogramm ist eines der größten Austauschprogramme in Deutschland.

Gesellschaftlicher Wandel & Kultur, Soziale Verantwortung 

Mit dem bestehenden Fortbildungsangebot für Schulbegleiter, das aktuell kostenlos landesweit angeboten wird, konnten bereits über 350 Schulbegleiter qualifiziert werden. Die Inhalte dürfen nur durch fortgebildete Multiplikatoren vermittelt werden. Der Multiplikatorenpool soll zunächst auf 50 Personen erweitert werden, um ein breiteres Fortbildungsangebot anbieten zu können. Neue Materialien und die Begleitung des Austauschs der ausgebildeten Multiplikatoren runden das Projekt ab. Der Aufsichtsrat bewilligte dafür 1,25 Mio. Euro.

Der Kunstfonds der Baden-Württemberg Stiftung, mit dem kleinere und mittlere innovative Kulturprojekte unterstützt werden, wird für 2019 mit 2 Mio. Euro ausgestattet. 

Vollständiger Artikel

(Quelle: Baden-Württemberg Stiftung gGmbH)

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