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Der Kna(a)ckpunkt: Rotary muss jünger und weiblicher werden

Dienstag, 04. Juni 2019
Holger Knaack, nächster Weltpräsident von Rotary International und Christoph Michel vom Stiftungsführer, Foto: © Stiftungsführer / Michel und Stich GmbH

Der Jahreskongress von Rotary fand in diesem Jahr in Hamburg statt. Seit über 30 Jahren wieder einmal in Deutschland. Auf der 110. Convention waren mehr als 25.000 Rotary-Mitglieder aus 170 Ländern zu Gast in der Hansestadt. Es war eine der bestbesuchtesten Rotary-Events Europas.

Holger Knaack wird nächster Weltpräsident von Rotary International. Christoph Michel, Gründer des Stiftungsführers, traf ihn zum exklusiven Interview.

Wir ermitteln seit August 2018 die Erfolgsfaktoren für Stiftungen in Deutschland. Was macht Ihre Organisation so erfolgreich?

Es ist überall auf der Welt etwas anders. Wenn ich jetzt für Deutschland rede, dass wir hier aus der Freundschaft heraus in den Rotary Clubs so viel Stärke entwickeln, dass wir überall in der Welt lokal, regional und auch international Projekte machen, um die Welt in Richtung Besseres zu verändern.

Was ist der ultimative Erfolgsfaktor?

Ich glaube, dass ganz wichtige ist Freundschaft. Wenn man sich einmal die Woche trifft, weil man Freude daran hat, Menschen aus seiner Berufsgruppe zu treffen und über die Jahre Freundschaften zu schließen. Je offener man ist, desto größer wird das Netzwerk.

Sie werden 2020 Weltpräsident von Rotary. Wie wollen Sie die Zukunft von Rotary gestalten?

Nach "Be the inspiration" (Sei die Inspiration) kommt erst mal "Rotary connects the world" (Rotary verbindet die Welt). Das neue Motto entwickeln wir gerade. Es muss zu allen Kulturen passen. Rotary hat immer noch das Image in Deutschland ein Mittagstreff für alte Herren zu sein. Aber der Anteil von weiblichen Mitgliedern steigt ständig - und durch die Flexibilität die wir haben seit ein paar Jahren auch der Anteil von jungen Berufstätigen. Wir müssen Rotary jünger und weiblicher machen.

Wie wollen Sie den Generationswechsel gegenübertreten?

Das Durchschnittsalter von Rotary in Deutschland ist schon etwas über 60 Jahre. Wir sind sehr erfolgreich mit der Gründung neuer Clubs. Generationsübergreifende Clubs gewinnen weiterhin an Qualität und auch Interesse. Die Clubs werden größer, Mentoring spielt eben auch eine Rolle dabei. Da sind wir auf einen guten Weg. Und wer sich in einem älteren, sehr durchmischten Club nicht wohl fühlt, der gründet einen neuen Club.

Herr Knaack, vielen Dank für das Interview.

Wiesbaden Stiftungsführer

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