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FSM-Jahresbericht 2017: 20-jähriges Jubiläum und Veröffentlichung der Studie „Jugendmedienschutzindex“ / Engagement gegen Onlinehass und Missbrauchsdarstellungen von Kindern

Dienstag, 10. Juli 2018

Berlin. Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM e.V.) veröffentlicht ihren Jahresbericht 2017.

20 Jahre FSM

Die FSM feierte 2017 mit zahlreichen hochkarätigen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Pädagogik und Zivilgesellschaft in Berlin den 20. Geburtstag. Zu den Festrednerinnen gehörten u.a. die damalige Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Dr. Katarina Barley, die Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und in Europa, für Medien und Digitales, Staatssekretärin Heike Raab und die damalige Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz Cornelia Holsten. In den Reden wurde die FSM als wertvoller Partner und Vermittler zwischen den vielfältigen Stakeholdern und das Engagement im Jugendmedienschutz gelobt.

„Jugendmedienschutzindex – Umgang mit onlinebezogenen Risiken“

Die Studie gibt einen Überblick über Sorgen, Einstellungen, Wissen und Handeln von Eltern und Kindern bzw. Jugendlichen im Bereich Jugendmedienschutz. Etwa drei Viertel aller befragten Eltern benennen mindestens eine Sorge in Bezug auf die Online-Nutzung ihres Kindes. Mit zunehmendem Alter der Kinder verlagert sich das Spektrum der benannten Sorgen weg von verstörenden oder beängstigenden Inhalten hin zu Interaktionsrisiken. Der Jugendmedienschutzindex wurde von der FSM beauftragt und vom Hans-Bredow-Institut und dem JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis durchgeführt.

Engagement gegen Onlinehass

Die FSM setzt sich sowohl im juristischen als auch im medienpädagogischen Bereich gegen Onlinehass und für eine offene, faire und freie Debattenkultur ein. Im Jahr 2017 war die öffentliche Diskussion bestimmt durch das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG). Die FSM hat sich u.a. mit umfangreichen Stellungnahmen daran beteiligt. Wie das Gesetz angenommen wird und welche Auswirkungen es hat, werden die Evaluationen und die ebenfalls im Gesetz verankerten Berichte der Unternehmen in diesem Jahr zeigen.

Internetbeschwerdestelle

Jugendgefährdende (z.B. Selbstverletzung) oder illegale Onlineinhalte (z.B. Volksverhetzung oder Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern) können an die FSM gemeldet werden. Insgesamt bearbeitete das Team der FSM-Beschwerdestelle im Jahr 2017 5.614 Meldungen und erreichte damit einen historischen Höchststand.

Medienbildung für Kinder, Jugendliche, Eltern und Lehrkräfte

2017 wurde die Studie „Bildungspartnerschaften zwischen Schule und außerschulischen Akteuren der Medienbildung“ veröffentlicht, die untersucht, wie außerschulische Akteure – z.B. öffentliche Einrichtungen, freie Träger, Unternehmen sowie freie Medienpädagogen – den Lernort Schule bei der Medienbildung unterstützen und begleiten können. Im Projekt „Medien in die Schule“ wurde außerdem das neue Unterrichtsmaterial „Meinung im Netz gestalten“ gemeinsam mit den Partnern Amadeu Antonio Stiftung und Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht. Die Unterrichtseinheit bereitet die Themen Meinungsbildung im Netz, Journalismus im digitalen Raum sowie Verbreitung von Falschinformationen und Verschwörungstheorien im Internet für die Schule auf. Darüber hinaus bietet die FSM mit den Internet Guides für Kids und für Eltern zwei Publikationen, die jeweils zielgruppengerecht aufklären. Durch die Beteiligung an der Initiative „#NichtEgal“ setzt sich die FSM außerdem für eine demokratische Debattenkultur und gegen Hate Speech im digitalen Raum ein.

(Quelle: Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM))

Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM)


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