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„Lasst uns aufhören zu jammern was nicht mehr geht sondern das mit Freude tun was möglich ist“

Dienstag, 16. Oktober 2018
Karl Heinz Brass mit den Pilgerinnen Stephanie Heinze und Eva-Maria Wolf. Foto: © Stephanie Heinze.

Hilde-Ulrichs-Stiftung verleiht Ehrenpreis an Karl Heinz Brass 

Den mit 10.000 € dotierten Stiftungspreis verleiht die Hilde-Ulrichs-Stiftung nur an Personen, die sich in ihrer wissenschaftlichen und beruflichen Tätigkeit um nichtmedikamentöse Behandlungsmethoden für die Parkinsonforschung verdient gemacht haben. Dieser Preis zeichnet zwar im wesentlichen Wissenschaftler aus, die Verantwortlichen der Hilde-Ulrichs-Stiftung wissen aber, dass es viele Menschen gibt, die unbekannt im Hintergrund viel Gutes tun für andere, zum Beispiel an Parkinson erkrankte Menschen oder die sich in der Selbsthilfe engagieren. 

Der Hilde-Ulrichs-Stiftung ist es ein Bedürfnis, auch diese Menschen für ihren ehrenamtlichen Einsatz zu danken, und hat dafür den Ehrenpreis der Stiftung ins Leben gerufen, der im Gegensatz zum Stiftungspreis nicht dotiert ist. „Es geht uns darum, Menschen auszuzeichnen, die sich selbstlos sich für eine Sache einsetzen im Dienste der Mitmenschen im Sinne unserer Stiftungsziele“, sagt Dr. Jürgen Weber, Vorsitzender des Stiftungsbeirates. „Der Ehrenpreis soll Dank, Motivation und Ansporn zugleich ausdrücken.“ 

Preisträger in diesem Jahr ist Karl Heinz Brass, 72-jähriger Rentner, der mit seinen offenen und offensiven Umgang mit seiner Parkinson-Erkrankung Mitpatienten Mut macht und Menschen zur eigenen Aktivität motiviert. 

Die Forderung an sich selbst, nicht darüber zu jammern, was nicht mehr geht, sondern das mit Freude tun, was noch möglich ist, hat er sich zum Motto gemacht. Im Zentrum seiner Überzeugungsarbeit stehen zwei Pilger-Wanderungen, die der mittlerweile mehr als 20 Jahre in Spanien lebende Brass auf dem Jakobsweg über insgesamt 1800 km absolviert hat. 

Handfestes Ergebnis dieser Pilgerreisen waren zwei Bücher „Weiter immer weiter“ und „Jeder Schritt zählt“. Es folgte eine große Anzahl von Vorträgen und Lesungen in nahezu allen Regionen Deutschlands. Auf Einladung großer Organisationen, aber auch von Arztpraxen, Pflegeheimen und anderen fachorientierten Interessenten informierte er über die Krankheit und gab den Erkrankten Mut und Zuversicht. Schließlich produzierte Brass auch einen professionellen Film, zu dem er das Drehbuch schrieb, die Hauptrolle spielte und Regie führte. 

Die Beschaffung der notwendigen Geldmittel brachte ihn allerdings an seine Grenzen. Die fertiggestellte DVD wurde in einer Auflage von 10.000 Stück gepresst und an interessiere Personen, Gruppen und Organisationen kostenlos verteilt. 

Im Jahr 2013 gründete er in Spanien an der Costa Blanca eine Parkinson-Selbsthilfegruppe. Unermüdlich nutzt er jede Gelegenheit, die Medien für seine Themen zu interessieren. Würdigungen seines Engagements blieben nicht aus. So wurde Karl Heinz Brass für den Preis Engagement und Selbsthilfe der Hertie-Stiftung nominiert. Und er erhielt die Präsidentenmedaille der Johanniter-Unfallhilfe. 

Stephanie Heinze, Geschäftsführerin der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung, hat die große Unterstützung und Motivierung durch Karl Heinz Brass bei ihrem eigenen Pilgerprojekt auf dem Jakobsweg 2018 am eigenen Leib erfahren. „Karl Heinz hat uns viel gegeben und darüber hinaus hat sich eine tiefe Verbundenheit und Freundschaft entwickelt“, zieht die 50jährige Bilanz nach ihrem bestandenen Projekt. „Menschen wie Karl Heiz Brass gibt es leider viel zu selten, dabei sitzen wir Erkrankten alle in einem Boot und sollten uns mehr vernetzen.“ begründet Heinze die Verleihung des Ehrenpreises an Brass. 

Im Anschluss an den Pilger-Vortrag „560km Pilgern für die Parkinsonforschung“ bei Solvida „Betreutes Wohnen an der Costa Blanca, in Beniarbeig, Spanien“ wurde Karl Heinz Brass mit dem Ehrenpreis der Hilde-Ulrichs-Stiftung, am Freitag, 12. Oktober 2018 geehrt. 

Weitere Informationen zur Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung finden Sie hier: 
http://www.parkinsonweb.com / Tel.: +49 (0) 69 67 77 80 21

(Quelle: Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung)

Florstadt Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung

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Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung
Postfach 70 04 32
60554 Frankfurt am Main

hilde-ulrichs-stiftung@parkinsonweb.com
Tel.: +49 69 67 77 80 21
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