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„Letzte Ausfahrt Krankenhaus“ - Gemeinsam für eine bessere Versorgung von Parkinsonkranken

Montag, 17. Juni 2019

Die Unwissenheit des Klinikpersonals über die Parkinson-Krankheit kann katastrophale Folgen für Patienten haben. Deshalb setzen sich Selbsthilfeorganisationen, der Verein Parkinson Nurses und Assistenten e.V. sowie die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung erstmals gemeinsam für eine bessere Aufklärung des Gesundheitspersonals ein. Darüber hinaus müsse die Zusatzqualifikation „Parkinson Nurse“ endlich offiziell Anerkennung finden.

„Mit der Zusatzausbildung Parkinson Nurse könnte der Engpass bei der Versorgung von Parkinson-Patienten flächendeckend und unkompliziert abgedeckt werden. Andere europäische Länder sind Deutschland in dieser Hinsicht um Längen voraus.“ So Bernhard König, Geschäftsführer des Vereins Parkinson Nurses e.V.

Trotz Warnungen von Angehörigen und Betroffenen selbst, machen Ärzte und Pflegepersonal immer wieder den Fehler, den Patienten abrupt die Medikamente zu entziehen -mit lebensbedrohlichen Folgen. Ein aktueller Fall brachte das Fass schließlich zum Überlaufen und führte zu einem Zusammenschluss der fünfOrganisationen. Unter dem Motto Klinikhürde Menschenwürde starten sie am Welt Parkinson Tag, dem 11. April 2019, eine Kampagne für mehr Aufklärung und Menschlichkeit an deutschen Kliniken. Ihre Forderungen:

  • 1. Das Gesundheitspersonal muss flächendeckend über die Symptomatik und Behandlung von Morbus Parkinson aufgeklärt werden.
  • 2. Die Zusatzqualifikation Parkinson Nurse für Pflegekräfte muss, wie in anderen europäischen Ländern, anerkannt werden.
  • 3. Liegt bei einem Patienten eine chronische Erkrankung vor, muss eine qualifizierte Fachkrafthinzugezogen werden.

Morbus Parkinson ist längst keine Alterskrankheit mehr. Rund 400.000 Menschen in Deutschland sind daran erkrankt. Laut Expertenmeinung wird sich die Zahl der Erkrankten in den nächsten Jahren verdoppeln. Und 10 Prozent von ihnen sind bei der Diagnose bereits jünger als 40 Jahre.

Das Netzwerk, dem auch die Hilde-Ulrichs-Stiftung angehört, konnte Franziska Thorn aus Frankfurt und Benedikt Deschner aus Hamburg als Sprecher der Kampagne gewinnen:

„Ich sehe es als meine Pflicht, dafür zu kämpfen, dass die Versorgung speziell für an Parkinson erkrankten Menschen verbessert wird. Denn jeder Mensch hat ein Recht auf eine medizinische Versorgung, die zur Genesung beiträgt."
Franziska Thorn

„Ich setze mich dafür ein, dass an Parkinson erkrankte Menschen qualifiziert, auf dem State of the Art der Humanmedizin und bedürfnisorientiert versorgt werden."
Benedikt Deschner

Florstadt Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung

Kontakt

Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung
Postfach 70 04 32
60554 Frankfurt am Main

hilde-ulrichs-stiftung@parkinsonweb.com
Tel.: +49 69 67 77 80 21
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