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Mit Mikrokrediten und Beratung erfolgreich gegen Armut - Hösbacher Hilfsorganisation fördert Menschen in Südostasien

Mittwoch, 25. Juli 2018

Hösbach (ots) - Seit ihrer Gründung im November 2014 hat die Hösbacher Hilfsorganisation Global Micro Initiative e.V. (GMI) bereits mehr als 100 spendenfinanzierte Mikrokredite zwischen 35 EUR und 200 EUR an Kleinstunternehmer vergeben. Bisher konnte jeder Kredit vollständig zurückbezahlt werden. Die Unternehmer konnten ihr durchschnittliches tägliches Pro-Kopf-Einkommen von ca. 1,78 EUR auf 2,48 EUR erhöhen, was eine Einkommenssteigerung von 39 % bedeutet. Was macht die Arbeit von GMI so effektiv?

Tobias Schüßler, Gründer und Vorstandsvorsitzender von GMI, erklärt: "Bevor jemand einen Mikrokredit von uns erhält, um ein Kleinunternehmen zu gründen, werden die Interessenten ausführlich geschult, damit ihr späterer Betrieb auch wirklich erfolgreich sein kann. Einen Großteil unserer Mikrokredite vergeben wir allerdings an bereits existierende Kleinstunternehmen." Aber auch wer bereits ein Unternehmen besitzt, wird schon vor Auszahlung des Kleinkredites gründlich geprüft und beraten. "Um sicherzustellen, dass der Kredit auch richtig genutzt und als solcher verstanden wird, lernen wir potentielle Teilnehmer und ihre Familien zunächst erst einmal kennen und besuchen sie in ihrer Unterkunft", erklärt Schüßler weiter. "Um einen Kredit zu erhalten, müssen sie außerdem einen kleinen Geschäftsplan vorlegen und uns ihre Ideen und ihren Plan, wie sie ihre Ziele erreichen wollen, genau darlegen."

GMI arbeitet mit kleinen gemeinnützigen einheimischen Organisationen zusammen. Sowohl in Indonesien als auch auf den Philippinen stehen Mitarbeiter dieser Partnerorganisationen den Kleinunternehmern beratend zur Seite.

Sanna, Projektleiter der WKP Stiftung, erklärt dazu: "Dewi zum Beispiel hätte gerne mehr Kunden an ihrem kleinen Straßenimbiss gehabt. Wir erklärten ihr, dass es helfen würde, wenn sie feste Öffnungszeiten einführt. Die Kunden wüssten dann, wann sie bei Dewi essen können. Dadurch würden sie eher wiederkommen, als wenn sie ihren Stand nach Lust und Laune öffnet. Den Ratschlag probierte sie aus und tatsächlich, einige Wochen später gab es erste Stammkunden."

Ein weiteres Beispiel ist Sutarmi, die einen kleinen Straßenstand betreibt. "Einige Produkte wollten sich einfach nicht verkaufen, obwohl Sutarmi von Inhabern anderen Stände wusste, dass die Waren eigentlich beliebt waren," berichtet Sanna. "Hier war unser Rat, die Produkte schön zu verpacken und sie ordentlich auf einem sauberen Verkaufstisch zu präsentieren. Das machte einen merklichen Unterschied - die Produkte werden seitdem häufiger gekauft."

"Die Teilnehmer unserer Mikrokreditprogramme haben am Ende nicht nur mehr Geld für ihren Lebensunterhalt, sie haben auch ein stärkeres Selbstbewusstsein", ergänzt Leslie Nabong, Projektleiterin der philippinischen Partnerorganisation Project Life Subic. "Sie haben gelernt, dass sie ihre Lebenssituation selbst verändern können. Wir haben großartige Ergebnisse bei alleinerziehenden Müttern gesehen, die von zu Hause arbeiten und von gewalttätigen Exmännern unabhängig wurden. Manche können mittlerweile sogar ihre Familie durch das Geschäft ernähren. Cindy, eine unserer ersten Teilnehmerinnen hat sogar Familienmitgliedern beigebracht, wie sie ihr eigenes Unternehmen führen können!"

Enge Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen, Schulung und begleitende Beratung werden auch in Zukunft die Basis für GMI's Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen in Südostasien sein.

(Original-Content von: Global Micro Initiative e.V., übermittelt durch news aktuell)

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