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Ökonomie des Klimawandels und Nachhaltiges Finanzsystem

Montag, 03. Juni 2019

... das war das 15. Deutsche CSR-Forum am 3. April 2019 im Haus der Wirtschaft, Stuttgart

Klimaschutz ist in jedem Unternehmen auf der Agenda – aber welche Handlungsalternativen gibt es im Veränderungsprozess und welche Verantwortung tragen die Unternehmen?

Klima- und Umweltschutz müssen kein Widerspruch zu Wachstum und Wohlstand sein, vielmehr erfordert ein starkes, langfristiges Wirtschaftswachstum auch eine nachhaltige Klimapolitik. Wie aber lässt sich wirtschaftliches Wachstum mit einem möglichst effizienten und schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen kombinieren?

Wie können wir aus den anstehenden Herausforderungen einen geeigneten zukunftsfähigen Orientierungsrahmen schaffen?

Und wie kann ein nachhaltiges Finanzsystem seinen Beitrag zur Transformation leisten?

Denn: Investitionen leisten heute mehr, als nur Renditen abzuwerfen.

Beim 15. Deutschen CSR-Forum wurde der mögliche Lösungshorizont gemeinsam erweitert. Panels, Workshops und Diskussionen rund um Klimawandel, Innovation, Wachstum und Impact-Investing-Opportunitäten haben den diesjährigen Themenschwerpunkt beleuchtet.

Themen des Forums waren mitunter

"Die Preise sollen die ökologische Wahrheit sagen"

Mit einem bemerkenswerten und schohnungslosem Impuls eröffnete Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ehrenpräsident des Club of Rome, den Kongresstag.

Dr. Jochen Gassner, CEO der First Climate Markets AG, präsentierte praxistaugliche Ansätze um die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern. Das zeitgemäße Klimamanagement im Umgang mit dem 2°C-Ziel diskutierte er mit:
Daniela Rathe, Leiterin für die Themen Politik und Nachhaltigkeit, Porsche AG
Lea Fink, Regional Lead, Commit to Action, CDP Europe und mit
Marcus Wagner, SAP SE Geschäftsbereich Nachhaltigkeit.

"Unternehmen mögen zwar aus treibhausgasintensiven Branchen stammen – aber gemeinsam können sie Lösungen finden, die Emissionen zu senken. Auf diese Weise tragen sie dazu bei, sich selbst, ihre Branche und letztlich auch den Wirtschaftsstandort Deutschland zukunftsfähig zu machen. Der Weg in die <2°-Wirtschaft fördert Klimaschutz und Innovation gleichermaßen", sagt Sabine Nallinger, Vorständin Stiftung 2° – Deutsche Unternehmer für Klimaschutz in ihrer Keynote: „Klimaschutz als Modernisierungsprojekt für die Wirtschaft“

Prof. Dr. Günther Bachmann, Generalsekretär Rat für Nachhaltige Entwicklung – mit einer Keynote zu: „Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex soll die Wirtschaft substantiell verändern – als bloße Stilübung wird er falsch verstanden!“

Nachhaltigkeit ist im Finanzsektor angekommen. In diesem Kontext geht es um nicht weniger als eine doppelte Transformation.
Auf der einen Seite gilt es nachhaltige Perspektiven für Kunden und Gesellschaft aufzuzeigen und den Wandel zur Nachhaltigkeit zu unterstützten. Auf der anderen Seite stehen Banken vor der Herausforderung sich selbst zu transformieren, bewusst Verantwortung für ihr eigenes Handel zu übernehmen und die Zukunft aktiv mitzugestalten und nachhaltig zu handeln. Klar ist: es müssen neue Formen der Wertschöpfung erarbeitet werden, um einen positiven Beitrag zur Transformation zu leisten. Wie das gehen kann thematisierte Heiko Schultze, Leiter Nachhaltigkeit & ESG Baden-Württembergische Bank.

„Grenzenlos engagiert – Wie lassen sich bürokratische Hürden bei CSR-Projekten im Ausland überwinden?“
Bis 2030 sollen weltweit die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – kurz SDGs – erreicht werden. Vor diesem Hintergrund wird ein internationales Engagement immer wichtiger – schließlich machen die Herausforderungen unserer Zeit, wie etwa der Klimawandel, auch nicht an Ländergrenzen Halt. Welche Vorteile bieten hierbei Stiftungen Unternehmen bei internationalen CSR-Aktivitäten? Experten gaben in diesem Workshop Einblicke wie grenzüberschreitendes Engagement gelingt.
Dr. Stefan Stolte, Mitglied der Geschäftsleitung Deutsches Stiftungszentrum im Stifterverband (DSZ) mit Gästen aus der Wirtschaft.

„Verantwortung lohnt sich. Warum das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns immer noch aktuell ist", dazu sprach Johannes Schmalzl, Hauptgeschäftsführer IHK Region Stuttgart.

"Mit Albert Berner würdigte das Deutsche CSR-Forum die Lebensleistung einer großen Unternehmerpersönlichkeit, die mit ihrem Wirken vieles bewegt hat und Vorbild für die nächsten Generationen sein kann", so Erwin Teufel in seiner Laudatio.

Ein Höhepunkt in der Unternehmensgeschichte war die internationale CSR-Aktion: „60 Jahre – 60 Projekte“ aus Anlass des 60-jährigen Firmenjubiläums 2017.

Über 600 Mitarbeiter, Führungskräfte und Kunden engagierten sich weltweit in 60 wohltätigen Projekten rund um die Standorte der Berner Group. 9.600 Arbeitsstunden wurden so in den Bau mobiler Hütten für Obdachlose in Köln, die Renovierung einer Förderschule für geistig behinderte Kinder im portugiesischen Tires oder die Organisation und Durchführung eines Sommerfestes für die Erdbebenopfer im italienischen Accumoli investiert.

"Verantwortung zu übernehmen“ heißt die Leitlinie von Albert Berner. Er stellt an sich selbst den Anspruch, mit seiner Arbeit das Wohl seiner Mitarbeiter und der Menschen in unserer Gesellschaft zu fördern.

An die Ehrung von Seiten des Deutschen CSR-Forum schloss sich die Nominierung zum Deutschen Engagement Preis an, die alljährlich im Herbst ausgelobt wird. Wir sind gespannt und sind uns sicher das es genau so vorran geht.

Speed-Dating mit der Start-Up-Szene

In den Unternehmen werden zunehmend bestehende Strukturen und Prozesse in Frage gestellt. Innovationen und neue Geschäftsmodelle sind gefragt. Mit den richtigen Geschäftsmodellen, Produkten, Fertigungsprozessen, Lieferkettenmanagement und Investionen können sie eine klimafreundliche Wirtschaftsweise voranbringen. Eine Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und Start-Ups ist erwiesenermaßen zielführend.

Beim Speed-Dating stellten sich 4 Innovationen der Start-Up-Szene vor. Das Gespräch war intensiev, anders und wollte nicht enden. Erste Kooperationen wurden bereits geknüpft! Die Gespräche laufen weiter!

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