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Stiftung „Füreinander Leben“ zieht positive Bilanz beim Einsatz von Therapie-Robben

Montag, 25. März 2019
Zufrieden sitzt die Robbe Lotte auf dem Schoß von Walburga Kempgen, einer Bewohnenden des Seniorenzentrums St. Martin und lässt sich das weiche, flauschige Fell streicheln.

Essen, 22.03.2019. Seit einem guten halben Jahr ermöglicht die Stiftung „Füreinander Leben“ die Behandlungsunterstützung von demenzkranken Menschen durch Therapie-Robben. Diese robotergestützten Kuscheltiere fördern die soziale Interaktion und werden insbesondere in den kooperativen Einrichtungen und ambulanten Gruppen der Katholischen Pflegehilfe eingesetzt. 

Täglich erkranken rund 100 Menschen in Deutschland an einer Form der Demenz. Diese chronische Beeinträchtigung des Gehirns erschwert die differenzierte Sinneswahrnehmung und geht mit Einbußen im Denk- und Sprachvermögen sowie in Bewegungsabläufen und sozialer Interaktion einher. Hier setzte die Stiftung Füreinander Leben an und investierte im August 2018 in zwei moderne Therapie-Robben, die die Demenztherapie in Essen seither unterstützen. 

In den Sattelrobbenbabys aus Plüsch, die die Namen Irmi und Lotte tragen, verbirgt sich eine Vielzahl hochsensibler Sensoren. Diese ermöglichen es den Kuscheltieren, Bewegungen auszuführen, Licht und Dunkelheit zu erkennen oder Geräusche und Temperaturen wahrzunehmen. Besonders wertvoll für das Schaffen von Interaktionsanreizen im Therapieverlauf ist aber auch ihre Fähigkeit, Berührungen zu erspüren und Stimmen zu erkennen. Somit ist es den Robben dank der modernen Technik möglich, sich ihrem sozialen Umfeld und dem Umgang des jeweiligen Nutzers anzupassen und entsprechend darauf zu reagieren. Streichelt eine Patientin beispielsweise das weiche, flauschige Fell, klimpert die Robbe mit ihren großen schwarzen Knopfaugen, quietscht glücklich oder wackelt vergnügt mit der Schwanzflosse.    

„Die soziale Interaktion ist essentiell für einen erfolgreichen Therapieverlauf“, erklärt Markus Kampling, Mitglied des Kuratoriums der Stiftung Füreinander Leben. „Wir sind froh, dass die Stiftung mit der Investition in diese moderne Therapie-Technik eine weitere Komponente in das Behandlungsspektrum der Essener Einrichtungen einbringen konnte. Der Einsatz von Irmi und Lotte wird als Unterstützung des persönlichen Kontakts zwischen Patient und Pflegepersonal eingesetzt und leistet somit einen wertvollen Beitrag in der Begleitung von Demenzpatienten.“

Aktuell unterstützt Lotte das Therapieprogramm im Seniorenzentrum St. Martin in Essen-Rüttenscheid. Die Robbe Irmi hat zur Zeit Ihren Einsatz in den Demenz- Wohngemeinschaften der Mesanus GmbH. Auch in den Einrichtungen der Katholischen Alten- und Pflegeheime Essen mGmbH und der Nikolaus Groß GmbH fanden die Therapie-Robben Lotte und Irmi bereits Anwendung. Die Stiftung Füreinander Leben freut sich über das rege Interesse der Einrichtungen an den beiden Therapie-Robben. 

Auch wenn die Bewohnenden der Einrichtung wissen, dass Irmi und Lotte nicht echt sind, erfahren sie eine hohe Akzeptanz und lassen positive Auswirkungen auf die älteren und kranken Menschen erkennen. „Mit der Ansprache einfacher Sinnesempfindungen, die ursprünglich in den frühen menschlichen Entwicklungsstadien erworben wurden, lässt sich beispielsweise ein erleichterter Einstieg in die Kommunikation mit den häufig in sich gekehrten Patienten erkennen. Ebenfalls kann diese Therapieform wichtige Impulse für die Stärkung des Sozialverhaltens schaffen“, schließt Ute Bressler, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Füreinander Leben.

Über die Stiftung 

Die Stiftung Füreinander Leben engagiert sich seit ihrer Gründung im Jahr 2005 für die Unterstützung von älteren, kranken, pflege- oder hilfsbedürftigen Menschen in und um Essen. Dabei setzt die Stiftung im Interesse eines selbstbestimmten Lebens und eines größtmöglichen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens dort an, wo gesetzliche Vorgaben oder Richtlinien der Krankenkassen nicht mehr greifen. Die Zuwendungen der Stiftung kommen im Rahmen einer schnellen und unbürokratischen Hilfe denjenigen zugute, die trotz der gesetzlichen Unterstützung hilfsbedürftig sind. 

Weitere Informationen finden Sie hier


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Essen Stiftung Füreinander Leben

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Fax: +49 201 8520440
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