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Stiftung Wohnbrücke Hamburg in sechs Kapiteln: ​So funktioniert die Wohnbrücke (5)

Dienstag, 03. April 2018

5. So funktioniert die Wohnbrücke

Nach oft gefährlicher Flucht beginnt für Geflüchtete der Aufenthalt in Deutschland in einer öffentlichen Unterkunft auf engstem Raum, wo sie häufig viele Monate verbringen müssen. Die meisten Neuankömmlinge wünschen sich mehr Privatsphäre und einen selbstbestimmten Alltag, um ihr neues Leben aktiv gestalten zu können. Bei Sprachkursen, Kleiderausgabe, kinderbetrruung u.v.m. engagieren sich viele Ehenamtliche – so entstehen erste Kontakte zu Geflüchteten. Gemeinsam bewältigen sie „Behördenkram“, organisieren Sprachkurse und machen sich auf die Wohnungssuche. Viele Vermieter möchten helfen und ihre nach Auszug der Kinder o.ä. freigewordene Wohnung an Geflüchtete vermieten, scheuen aber davor zurück wegen Sprachbarriere, kultureller Unterschiede und ggf. ungeklärtem Aufenthaltsstatus der künftigen Mieter.

Die Wohnbrücke unterstützt die Geflüchteten mit ihren ehrenamtlichen Helfern ganz konkret bei der Wohnungssuche. Sie schult die Ehrenamtlichen zur „Wohnungslotsen“ und überzeugt Vermieter, ihre Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Die Wohnbrücke lernt alle Beteiligten persönlich kennen, klärt alle notwendigen Voraussetzungen und sucht passgenau Mieter – so kommt ein langfristiges Mietverhältnis zustande, dass für alle Seiten passt.

Die Wohnungslotsen unterstützen beim Umzug und Kennenlernen der Nachbarn, machen die neuen Mieter mit Heizen & Lüften sowie der korrekten Mülltrennung vertraut. Als zusätzlicher Ansprechpartner für Vermieter und Nachbarn begleiten sie das Mietverhältnis.

Die Wohnbrücke sucht und vermittelt Wohnungen mit unbefristeten Mietverträgen an geflüchtete Menschen. Die Mietverhältnisse werden durch geschulte ehrenamtliche Wohnungslotsen begleitet, die den Neumieter auf dem Weg in ein eigenverantwortliches und selbständiges Mieterleben unterstützen. Sie sind zusätzlicher Ansprechpartner für Vermieter und Nachbarn. Nach und nach wird das Leben und Wohnen in Deutschland für die Neuankömmlinge zum Alltag, Nachbarn werden zu Freunden.

Für diese Aufgabe werden die Wohnugnslotsen durch den Kooperationspartner PARITÄTISCHEN Wohlfahrtsverband Hamburg und weitere Referenten geschult und in ihrem Engagement unterstützt. Ergänzende freiwillige Mieterschulungen werden angeboten.

Das Team der Koordinierungsstelle – angesiedelt bei der Lawaetz-wohnen&leben gGmbH unterstützt Vermieter bei der Auswahl passender Mieter für die vermittelbaren Wohnungen.

(Bildrechte: Wohnbrücke/Axel Martens)

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