Akademie für Engagement & Stiftung

Von der Idee zum Engagement: Wirkungsvoll stiften – Mehrwert spenden

Ablauf der Veranstaltung

  • 16:00 Uhr – Warm-Up
  • 16:30 Uhr – Eröffnung / Begrüßung durch: Dominik Schubert (Stiftungsführer), Michael Beckmann (Bürgerinstitut e.V.)
  • 16:45 Uhr – 1. Block: Wirkung - Dr. Andreas Rickert (PHINEO)
  • 17:45 Uhr – Pause
  • 18:15 Uhr – 2. Block: Kommunikation - Dr. Malva Kemnitz (Bertelsmann Stiftung)
  • 19:45 Uhr – get together mit Imbiss
  • 20:30 Uhr – Ende

Liste der Teilnehmer

Fachvorträge

1. Block: Wirkung

Dozent: Dr. Andreas Rickert (PHINEO)

Wirkung ist das ultimative Ziel! Jede Stifterin und jeder Stifter, und letztlich auch alle Mitarbeitenden in Stiftungen sind davon getrieben, dass sie eine positive gesellschaftliche Wirkung haben wollen. Aber wie steuert man gemeinnütziges Handeln gezielt auf Wirkung? Hierzu gab und gibt es viele Diskussionen und auch Sorgen: Man dürfe doch nicht die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen messen. Man würde die stifterische Freiheit mit einem Fokus auf Wirkung beschneiden. Das wäre alles zu teuer und aufwendig. 

Ja! Mit einem falschen Verständnis von Wirkung, z. B. mit einer Reduktion auf Wirkungsmessung, bestehen in der Tat diese Gefahren. Gleichwohl ist es legitim und sinnvoll, zu hinterfragen, ob gut gemeint auch gut gemacht ist. Dies ist zuallererst eine Frage von Haltung und Strategie und weniger von Methoden. Bei einer wirkungsorientieren Stiftungsarbeit werden beispielsweise folgende Fragen konsequent gestellt: Was ist meine Vision einer Gesellschaft und welchen Beitrag kann ich dazu leisten? Wer sind meine Zielgruppen? Welche echten Bedürfnisse haben diese Zielgruppen? Welche anderen Akteure arbeiten in dem Feld, und wie kann ich mit diesen kooperieren oder eine Lücke füllen? Und wenn man dann tätig ist, sollte man konsequent analysieren, ob man auch wirklich wirkungsvoll ist. Bei diesen Analysen gilt dann auch immer ein Grad an Angemessenheit – also bei einem kleineren Projekt reicht ggf. auch schon, dass an Einzelfällen die Wirkung zu sehen ist. All dies dient dann zum einen einem kontinuierlichen Lernen, und zum anderen kann man damit auch die eigene Stiftungsarbeit in Richtung von Partner, Öffentlichkeit etc. darstellen und legitimieren. 

Mit dieser Art von wirkungsorientierter Stiftungsarbeit erreicht man sowohl mehr für die Gesellschaft und letztlich auch für die eigene Motivation des Stiftens.

2. Block: Kommunikation

Dozentin: Dr. Malva Kemnitz (Bertelsmann Stiftung)

Kommunikation ist alles – ohne Kommunikation ist alles nichts. Das gilt auch in der Stiftungsarbeit. Und noch eine Weisheit: Wir können nicht nicht kommunizieren! Das bedeutet, alles, was kommuniziert wird oder auch nicht kommuniziert wird, entfaltet entsprechende Wirkung. Wo setzt man Schwerpunkte, die auch einen Mehrwert erzielen? Wie platziert man Inhalte in unserem Informationszeitalter? Was lässt sich steuern, in welchen Fällen muss man reaktiv agieren? 

Am Beispiel der Bertelsmann Stiftung betrachten wir strategische Kommunikationsaspekte, deren Instrumentarien und ihren Einsatz: Markenführung und -positionierung, kommunikative Leitlinien, Entwicklung von Personas, Anwendungsfälle in Corporate Communication, Fachkommunikation und Krisenkommunikation. Wir berücksichtigen hier digitale wie analoge Kanäle – immer auf die jeweiligen Communities und Zielgruppen bezogen. 

Grundsätzlich gelten im Stiftungssektor dieselben kommunikativen Mechanismen wie im Wirtschaftssektor oder in der Öffentlichkeit. Es gibt dennoch Besonderheiten, die es zu beachten gilt, gerade im Bereich von Corporate Social Responsibility und Transparenzanforderungen. Und wie wird Stiftungskommunikation und ihre Wirkung evaluiert, was sind Kennzahlen, nach denen man sich richten kann? Sie bekommen einen Einblick in entsprechende Auswertungen und Learnings, die wir daraus ziehen können. Gleichzeitig erfahren Sie etwas über die Arbeit der Bertelsmann Stiftung generell, ihre aktuellen Themen und Projekte.

Veranstaltungsort

Kooperations- & Medienpartner

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