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Susanne Breit-Keßler: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“

12. April 2019 | Magazin
Foto: © Monika Höfler

Susanne Breit-Keßler: Stiftungsführer Magazin "Kompass des Südens" (Nr. 13)

Verehrte Leserinnen und Leser,

„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“ sagt der Prophet Micha in der Bibel. Schlichte Worte für eine einfache Wahrheit. Tief in uns drin wissen wir genau, was gut und was schlecht, was richtig und falsch ist. Ob im Gefühl, im Gewissen oder mit dem Verstand – wir sind uns unserer Sache sicher. Viel schwieriger ist es, gut zu sein und entsprechend zu handeln. Das erfordert permanent die richtige Entscheidung von uns. Kaum einer kann von sich behaupten, immer die richtige Wahl in seinem Leben getroffen zu haben. Für alle anderen, die, wie ich, sich und ihr Handeln immer wieder in Frage stellen, gibt uns der Prophet eine Hilfestellung: „Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist: Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.“ (Micha 6,8). Das ist alles. Mehr braucht es nicht für ein gutes Leben.  Es liegt nun in der eigenen Entscheidung, wie man es  in seinem Leben umsetzt. Doch wenn man sich an dem Bibelwort orientiert, wird sich das Gute mit Leben füllen. Das ist uns gesagt. Das ist uns ins Herz geschrieben. 

Stifterinnen und Stifter haben sich genau das zu Herzen genommen. Sie wollen Gutes tun und tragen damit Wesentliches zu einem lebenswerten Miteinander bei. Sie übernehmen Verantwortung für unsere Gegenwart und Zukunft. Sie bringen ihre Gabe ein – ob Geld, Netzwerke oder Wissen – und setzen es für andere ein. Mit ihren Stiftungen prägen sie unser Zusammenleben. Menschenrechte, Natur- und Tierschutz, technische Entwicklung und Forschung stehen nur beispielhaft für die vielfältige Arbeit von Stiftungen.  Die Welt und auch unser schönes Oberbayern wären grauer ohne deren buntes Engagement. Danken wir ihnen für ihren Einsatz zugunsten einer lebenswerten Welt.

Der vorliegende Stiftungsführer „Kompass des Südens“ führt uns eine Auswahl an Stiftungen und deren Bedeutung für unser Gemeinwohl deutlich vor Augen. Es ist wichtig zu sehen, wie vielfältig, nachhaltig und verantwortungsbewusst Stiftungen unser Land mitgestalten. Darum herzlichen Dank an alle, die dieses Magazin und die Homepage www.stiftungsfuehrer.de erstellen und betreuen.

Mein Dank gilt nicht zuletzt allen Spenderinnen und Spendern und allen, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie fördern die Stiftungsarbeit mit Zeit, Kraft und Geld. So bleibt nicht nur der Stiftungswille lebendig, auch die Verantwortung wird geteilt und über Generationen gemeinsam getragen. Auf diese Weise können Stiftungen länger leben als ihre Stifter und weiterhin Gutes tun. Die ältesten Stiftungen, die heute noch aktiv sind, sind diakonische Einrichtungen der Kirchen aus dem Mittelalter. Das zeigt, wie dauerhaft und wertvoll Stiftungsarbeit ist. 

Durch die lebendige Stiftungslandschaft erfahren Menschen Unterstützung, wird die Natur geschützt und die Wissenschaft gefördert. Es geht um nichts weniger als darum, die Welt ein wenig besser zu machen. Als Christen dürfen wir dies in der Überzeugung tun, dass Gott uns die Gabe dazu verliehen hat und uns die Freiheit zur Verantwortung  schenkt. Es ist unsere eigene Entscheidung, wie wir diese Freiheit ausleben. Doch eigentlich wissen wir es längst in unserem Gefühl, in unserem Gewissen oder mit unserem Verstand. Denn es ist uns gesagt, was gut ist. 

Fassen wir den Mut, uns immer wieder neu für das Gute zu entscheiden, damit das eigene und das Leben der Anderen gut wird, ist und bleibt.

Ihre Susanne Breit-Keßler

Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler
Ständige Vertreterin des Landesbischofs und Oberkirchenrätin im Kirchenkreis München und Oberbayern

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