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Vattenfall Umweltstiftung: Wir stiften was an

09. September 2017 | Umwelt
Wildblumen-Schaugarten in einer Kleingartenanlage in Berlin-Treptow: Hier kann man sich darüber informieren, welche Pflanzen unsere heimischen Bestäuberinsekten besonders gern mögen.

Die Vattenfall Umweltstiftung wurde 1994 von den Hamburgischen Electricitäts-Werken, deren Nachfolgerin Vattenfall ist, gegründet. Die Stiftung unterstützt gemeinnützige Umweltschutzprojekte. Im Mittelpunkt stehen Naturschutzprojekte an Gewässern und in Ballungsräumen sowie Umweltbildungsprojekte. Der Verwaltungsaufwand der Stiftung wird durch das Unternehmen Vattenfall getragen, so dass Spenden und Zinserträge vollständig den Förderprojekten zugutekommen.

Wildbienensterben, kanalisierte Kleingewässer, bedrohte Lebensräume – das Betätigungsfeld ist groß. Manche Probleme lassen sich mit einfachen Mitteln lösen, andere erfordern Geduld, komplexere Lösungen und häufig sehr viel Geld.

Unsere heimischen Insekten zum Beispiel mögen keine exotischen Gewächse, sie ernähren sich vorwiegend von heimischen Pflanzen. Nicht jedem Gartenbesitzer gefällt das, und deshalb gilt es, ökologische Zusammenhänge zu vermitteln. Auch Kleinsäuger und Vögel profitieren von einer natürlichen Gartenplanung und finden hier geeignete Lebensräume.

Mit ihrer Arbeit möchte die Vattenfall Umweltstiftung den Gedanken des Artenschutzes und der biologischen Vielfalt befördern und die Menschen dazu ermutigen, einen eigenen Beitrag zur naturnahen Gestaltung ihres Umfeldes zu leisten.


Naturschutz im Ballungsraum

In den Städten müssen Oasen für Tiere und Pflanzen besonders geschützt werden, denn hier finden sie Rückzugsräume. Die Biotope im städtischen Bereich sind jedoch einem besonderen Nutzungsdruck unterworfen. Interessierte Besucher und Erholungssuchende strapazieren die natürlichen Refugien. Die Stiftung unterstützt deshalb besonders Projekte, die das Prinzip des gelenkten Zugangs und den schonenden Umgang mit den begrenzten Naturressourcen in den Mittelpunkt stellen.

Der Mauersegler leidet seit Jahren unter dem Verlust seiner Nistplätze. Am Neuen Rathaus in Suhl wurden daher spezielle, auf das Bauwerk zugeschnittene, Sekundärhabitate entwickelt, die den Brutbedürfnissen der Mauersegler entsprechen. Die Installation einer Webcam erlaubt es, die Entwicklung der Mauer segler live zu erleben, sodass sich Kindergärten und Schulen mit den Bedürfnissen der urbanen Umwelt und ihrer Geschöpfe auseinandersetzen können. Eine Informationstafel am Haupteingang des Rathauses bietet Besuchern Zusatz informationen zu Projekt und Standort.

Außerhalb der Brutzeit hält sich der Mauersegler für etwa zehn Monate nahezu ohne Unterbrechung in der Luft auf. Bei seinen Flugmanövern kanner im Sturzflug Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h erreichen.


Naturschutz an Gewässern

Begradigte Flüsse und Bäche lassen Auenlandschaften verschwinden oder verwandeln sie in artenarmes Weideland. Rückzugsgebiete für Kleintiere werden seltener, steinige Unterschlupfe rarer. Die ökologische Durchgängigkeit fließender Gewässer wird beeinträchtigt, viele Fische erreichen ihre Laichgründe in den oberen Flussabschnitten nicht mehr. Die Vattenfall Umweltstiftung fördert den Bau von Fischaufstiegshilfen oder Renaturierungsprojekte.

Für Jugendherbergen an der Ostseeküste wurde eine Themenkiste entwickelt, die Materialien enthält, mit denen sich Kinder und Jugendlichevor Ort mit dem Ökosystem Ostsee auseinandersetzen können.


Umweltbildung

Vor allem Kinder sollen lernen, die Natur zu schätzen. Fantasie und Kreativität werden angeregt und gefördert. Die Stiftung unterstützt Projekte mit Kitas und Schulen, bei denen die Betreuer den Kindern naturkundliches Wissen und Werte vermitteln und sie so zu Partnern von morgen im Natur- und Umweltschutz machen. Umweltbildung zielt bewusst auf die kindliche Freude am Lernen und Entdecken.


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