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Praxisbericht: Auskömmliche Ausschüttungen trotz Niedrigzinsen

06. Juli 2018 | Vermögen

Vorher bedenken, was nachher zählt

Stiftungsforum Hamburg & Der Norden 2018 - Bei der Verwaltung von Stiftungsvermögen ist es von besonderer Bedeutung, die beiden Zielgrößen Kapitalerhalt und langfristige Erfüllung des Stiftungszwecks zu vereinen. antea hat ein besonderes Verhältnis zu Stiftungen, entstammt doch die Inspiration unserer Anlagephilosophie dem Stiftungsfonds der Yale­ Universität. Diversifikation, also Risikostreuung, ist der Schlüsselbegriff in der Portfoliotheorie. Wird ein Vermögen breit über verschiedene Anlageklassen und Anlagegüter gestreut, können im Schnitt höhere Erträge bei geringerem Risiko erzielt werden.

In der Vergangenheit galten Anleihen als zumeist sichere Depotkomponente. Sie boten neben planbaren Erträgen und überschaubaren Kursrisiken auch ein festgelegtes Rückzahlungsdatum und bildeten so den konservativen Grundbaustein für eine Vielzahl von Stiftungsdepots. Auch professionelle Portfoliomanager machten sich die positiven Eigenschaften dieser Anlageklasse zunutze, um regelmäßige Erträge zu generieren und auch die Schwankungsbreiten in den Portfolien zu reduzieren.

Unter normalen Bedingungen bildete die Kombination aus Aktien und Anleihen lange Zeit die Grundlage für die Portfoliodiversifikation. Aktuell gelten aber an den Kapitalmärkten diese Bedingungen nicht mehr. Der Preis des Geldes – also der Zins – wurde in Europa und anderen Industrienationen faktisch abgeschafft. Bei Renditen um null Prozent sind am Rentenmarkt kaum noch Kurssteigerungen möglich. Einem begrenzten Aufwärtspotenzial steht somit ein hohes Verlustrisiko gegenüber.

Hinzu kommt, dass die Kauflust der Notenbanken den Gleichlauf der Anlageklassen Aktien und Anleihen erhöht. Eine Risikostreuung lediglich über diese zwei Anlageklassen ist somit unsinnig geworden, da die Risiken im Portfolio damit nur unzureichend reduziert werden können.

Medial wird dieses Dilemma häufig einseitig behandelt. Aussagen wie „die Dividende ist der neue Zins“ oder „Aktien sind alternativlos geworden“ werden immer wieder bemüht und rufen so indirekt zur Inkaufnahme eines erhöhten Aktienrisikos auf. Selbstverständlich sind diese Aussagen unzutreffend. Zwar gehören Aktien zweifelsfrei zu einer intelligenten Vermögensstruktur, doch die Unrentabilität der Anlageklasse Renten bedeutet nicht zwangsläufig, dass sich Aktien gut entwickeln. Ebenso ist die Gleichsetzung von Dividenden und Zinsen unter Negierung der weit höheren Schwankungen am Aktienmarkt ebenso falsch wie gefährlich. Worin könnte die Lösung dann aber liegen?

Unser Ansatz folgt dem Leitgedanken Yales, so diversifizieren wir unsere Portfolios in über zehn verschiedene Anlageklassen. Insbesondere die Beimischung von ausschüttungsstarken Investments, die keinen oder nur einen geringen statistischen Zusammenhang mit der Entwicklung an den Wertpapierbörsen haben, erweist sich als vorteilhaft. So kommen neben Aktien, Anleihen und Liquidität auch Cat­Bonds, Private Debt, Private Equity, Immobilien, Wald und viele andere Anlageklassen hinzu. In gemeinsamen Strategiegesprächen erarbeiten wir einen finanziellen Maßanzug, der auf die spezifische Aufgabenstellung der jeweiligen Stiftung zugeschnitten ist.

Was dieser Ansatz in unserer täglichen Praxis als Vermögensverwalter bedeutet, möchte ich Ihnen in einem hiesigen Vortrag detaillierter vorstellen. Auf eine Begegnung mit Ihnen würde ich mich sehr freuen. 

Johannes Hirsch (Geschäftsführer der antea Vermögensverwaltung)

Hamburgantea Vermögensverwaltung GmbH


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