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Unterstützt Ihr Stiftungsvermögen Ihren Stiftungszweck?

22. Juni 2018 | Vermögen
Bild: Annika List Fotografie & Film

Wie man wirkungs- und zukunftsorientiert in Anlagen investieren kann, die positiv auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken.

Stiftungsforum München / Bayern 2018 - Haben Sie sich auch schon gefragt, wie und wo Ihr Stiftungsvermögen angelegt ist? Sind Sie sicher, dass Ihre Anlagen Ihrem Stiftungszweck nicht zuwiderlaufen? Wie wäre es, wenn Ihre Kapitalanlagen nebst marktgerechten Renditen, positive Wirkungen erzielen, welche Ihren Stiftungszweck unterstützen?

Es sind Fragen wie diese, die die Aufmerksamkeit der Stiftungen in den vergangenen Jahren verstärkt auf die Art wie sie Vermögen anlegen gelenkt haben. Keine Stiftung will, wie es bei einer niederländischen Krebsstiftung passiert ist, welche Tabakunternehmen in ihrem Portfolio hatte, an den Pranger gestellt werden. Deshalb ist ein wachsames Auge gefragt, wie man Stiftungsvermögen wirkungs­ und zukunftsorientiert anlegt.

Eine zentrale Voraussetzung für die Projekt­ und Fördertätigkeit und damit für die Erfüllung des Stiftungszwecks ist unter anderem die erfolgreiche Verwaltung des Stiftungsvermögens.

Hierbei verhindert zweckkonformes und nachhaltiges Investieren Zielkonflikte und vergrößert die positive Gesamtwirkung der Stiftung. Es stärkt die Reputation und unterstützt die Bemühungen um Spenden und Zustiftungen. Gerade weil Stiftungen von steuerlichen Begünstigungen profitieren, wird erwartet, dass der Stiftungsrat festlegt, ob und gegebenenfalls wie das Vermögen den Stiftungszweck unterstützen soll. Zumindest liegt es in seiner Verantwortung, dass keine Investitionen getätigt werden, die dem Stiftungszweck zuwiderlaufen.

Am Markt gibt es heute eine Fülle von Möglichkeiten, wie eine Stiftung zweckgerichtet und nachhaltig anlegen kann – sei dies durch nachhaltige oder thematische Anlagefonds oder durch spezialisierte Vermögensverwaltungsmandate. Noch in den Kinderschuhen steckt dagegen die Praxis der Berichterstattung und das Controlling zur Wirkung der Vermögensbewirtschaftung.

Der Fußabdruck Ihres Stiftungsvermögens 

Der Globalance Footprint ist wie ein Google Earth für das Stiftungsvermögen. Er bringt Transparenz in das Stiftungsdepot. Dank ihm weiß der Stiftungsrat nicht nur, in welche Aktien, Renten, Realwerte oder Immobilien er investiert, sondern auch welche Wirkung seine Kapitalanlagen auf die Umwelt, die Volkswirtschaft und die Gesellschaft haben und somit direkt bzw. indirekt den Stiftungszweck unterstützen.

Entscheidend ist, dass Stiftungsorgane, Stifter, Spender und weitere Anspruchsgruppen nebst der Renditeübersicht, einfach und übersichtlich Transparenz über ihre Kapitalanlagen erhalten – ein wichtiges Element moderner Rechenschaftsablage.

Der Globalance Footprint stellt eine mögliche Umsetzung einer solchen Wirkungsbewertung dar. Einfachheit und aussagekräftige Visualisierungen zeigen die Wirkung eines Depots auf. Eine interaktive Onlineversion unterstützt die Arbeit der Stiftungsorgane und kann zur Kommunikation mit Mitgliedern und der Öffentlichkeit herangezogen werden. In Darstellungen wird veranschaulicht, in welche Themen mit Zukunft das Stiftungsvermögen investiert ist und welche Chancen sich für Kapitalanlagen bieten. Die Gesamtwirkung eines Portfolios (Anlagen verschiedenster Vermögensklassen) wird angezeigt.

Neben einer zusammenfassenden Gesamtschau interessiert zusätzlich, wie gut die Leistung des Stiftungsvermögens in einzelnen Themenbereichen ist. Der Globalance Footprint beispielsweise umfasst neun inhaltliche Wirkungsbereiche, in welchen sich eine Mehrheit der Stiftungen wiederfinden. Eine Stiftung, welche zum Beispiel im Bereich Umweltschutz tätig ist, sollte einen sehr starken Nutzen in der Dimension Umwelt erzielen, d. h. ihre Kapitalanlagen sollten zum Beispiel einen wesentlichen Beitrag im Bereich Ressourcennutzung und Klimaschutz leisten. Stiftungen mit anderer Ausrichtung, zum Beispiel Kultur und Kunst, sollten in einem ersten Schritt die Gewissheit erhalten, dass ihr Portfolio allgemeinen Ansprüchen des Gemeinwohls und der Integrität entspricht. In einem zweiten Schritt kann auf individueller Basis die allgemeine Bewertung durch zusätzliche, durch den Stiftungszweck definierte Auswertungen ergänzt werden.

Stiftungen können es sich heute nicht mehr leisten, der Frage interessenlos gegenüberzustehen, wie die Mittel verdient werden, die sie bei ihrer Fördertätigkeit verwenden. Aus diesem Grund ist es essenziell, dass die Leistungen des Kapitals bezogen auf die global dringlichen Herausforderungen und Chancen bekannt sein müssen. Ein Wirkungs­Controlling des Stiftungsvermögens muss daher dem Stiftungsrat als Kompass zur Verfügung stehen. 

Hamburg DONNER & REUSCHEL Aktiengesellschaft


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